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Standort Krieler Dom

Standort Krieler Dom

Förderung                                                                                                                     SCHNELLNAVIGATION

Ausbildungsordnung

Qualitätsstandards

Vorbereitung und Durchführung

Ziele

Partnerländer und Praxisstellen

Auswertung

Erfahrungsberichte

Presse

 

 

 

Förderung

Auslandspraktika werden durch EU-Mittel in dem Programm "Leonardo Mobilität" durch die nationale Agentur Inwent gefördert. Fördermittel sind abhängig von der Dauer des Praktikums.
Einstiegsfördermittel für 3 Wochen: 400 Euro (plus Fahrtkostenzuschuss)
Außerdem werden vom Deutsch-Französischen-Jugendwerk Praktika in Frankreich gefördert. Auch hier sind Fördermittel abhängig von der Dauer des Praktikums und es gibt auch einen Fahrtkostenzuschuss.

 

Ausbildungsordnung

Die Neuordnung der Ausbildung zur Erzieherin/zum Erzieher vom 1.August 2004 hat zum Ziel das Niveau der Ausbildung anzuheben und sie den gestiegenen Anforderungen des Berufsfeldes anzupassen. Mit einem neuen Rahmenlehrplan werden die Fachschulen für Sozialpädagogik auf ein handlungs- und entwicklungsorientiertes Konzept verpflichtet.
Strukturell soll durch die neue Ausbildungs- und Prüfungsordnung insbesondere bezogen auf die geänderten Eingangsvoraussetzungen die Qualität der Fachkräfteausbildung verbessert werden.
Die Unterrichtsfächer gliedern sich in drei Lernbereiche:

1.

Fachrichtungsübergreifender Lernbereich
-  Deutsch / Kommunikation
-   Naturwissenschaften
-   Politik / Gesellschaftslehre
-   Englisch

2.

Fachrichtungsbezogener Lernbereich
-   Sozialpädagogische Theorie und Praxis
-   Bildungsbereiche in der Kinder und Jugendhilfe:
-  1. Musisch-kreative Gestaltung, Spiel
-  2. Sprache/Medien
-  3. Natur/Kulturelle Umwelten
-  4. Gesundheit/Bewegung
-   Religionslehre/Religionspädagogik
-   Projektarbeit
-   Praxis in Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe

3.

Differenzierungsbereich
-   Mathematik
-   Arbeitsgemeinschaften


Zugangsvoraussetzungen
Mindestens Sekundarabschluss I
-  Fachoberschulreife und
-  Abschluss eines berufsqualifizierenden Bildungsganges von zweijähriger Dauer, z.B. -  Kinderpfleger / -in, Sozialhelfer / -in, Heilerziehungshelfer / -in


oder
-  Abschluss einer Berufsfachschule oder Fachoberschule für Sozial- und Gesundheitswesen, die

-  in zwei Jahren neben (erweiterten) beruflichen Kenntnissen die Fachhochschulreife vermitteln


oder
-  Nachweis einer einschlägigen Berufstätigkeit von mindestens fünf Jahren


oder
-  Nachweis der Fachhochschulreife oder Allgemeinen Hochschulreife in Verbindung mit einer

-  einschlägigen beruflichen Tätigkeit, z.B. Soziales Jahr, Zivildienst, Praktikum

-  (Einzelfallentscheidung durch die Schulleitung)


Zeitlicher Ablauf der Ausbildung
Die Ausbildung in der Fachschule für Sozialpädagogik gliedert sich in
- einen zweijährigen fachtheoretischen Ausbildungsabschnitt mit insgesamt 16 Wochen Praktika
und
- einen einjährigen fachpraktischen Ausbildungsabschnitt (Berufspraktikum) mit 160 - 200 Stunden praxisbegleitendem Unterricht.

Unter bestimmten Bedingungen sind auch Praktika im europäischen Ausland möglich.


Platzierung, strukturelle und inhaltliche Gestaltung des Europapraktikums
Seit Beginn unserer Leonardo Mobilitätsmaßnahmen im Jahre 2000 sind hat sich folgendes klassenübergreifende Konzept bewährt:


Die Studierenden haben im zweiten Jahr ihrer Ausbildung die Möglichkeit ein vierwöchiges Praktikum in einem europäischen Land ihrer Wahl abzuleisten. Das Praktikum findet in der Regel nach den Herbstferien statt, wobei den potenziellen Bewerbern 11 europäische Länder, von Finnland, Schweden über Polen Großbritannien, Belgien, Luxemburg, Österreich, Frankreich, Italien, Spanien und Malta zur Auswahl stehen.


Die Studierenden nehmen bereits im ersten Jahr ihrer Ausbildung obligatorisch an einer Europa-AG teil, die außerhalb des regulären Unterrichts, nachmittags und auch an Samstagen durchgeführt wird. In der Regel handelt es sich um 10 Sitzungen à 4 Schulstunden in denen Europa-relevante und auf das jeweilige Schwerpunktthema des Praktikums bezogene Inhalte zur Sprache kommen.


Unabhängig davon müssen die Bewerber für ein Europapraktikum gute Leistungen während der ersten Ausbildungsphase, sowohl in der Fachtheorie als auch in den Praktika des ersten Ausbildungsjahres aufweisen. Die Eignung muss durch das betreuende Klassenteam bestätigt werden.


Im Rahmen des Fachunterrichts wird in Englisch und Französisch die entsprechende Fachterminologie aus dem Bereich der Vorschulerziehung gelehrt. Andere Zielsprachen müssen in eigener Verantwortung zumindest in Form eines Grundkurses erlernt werden.

Die mit dem Auslandspraktikum verbundene Kompetenzerweiterung im Sinne von konzeptioneller Flexibilität, kultureller Aufgeschlossenheit geht über die angestrebten Schlüsselkompetenzen in der Erzieherausbildung hinaus und bietet sich an, als Basis einer berufsbiographischen Progression, wie etwa im Rahmen eines modularen Systems, ein Qualitätsbaustein auf dem Weg zu verschiedenen Qualifikationsstufen in der Aus- und Fortbildung zu sein.


Zertifizierung/Anerkennung
Das Europapraktikum wird im Zeugnis ausgewiesen und durch den Europass nachgewiesen


Quantitative Ausmaße
In den fünf Jahren, haben, zirka 150 Studierende an den Europa AGs teilgenommen, von denen etwa 100 ein Europapraktikum in einem Land ihrer Wahl abgeleistet haben.

 

Qualitätsstandards in den LEONARDO-Mobilitätsprojekten

Qualitätsentwicklung durch Europa-Orientierung

Steuerung, um möglichst große Vielfalt zu erhalten

Vorbereitung des Praktikums

•   curriculare Einbindung

•   intensive Beratung der Auslandspraktikant(inn)en

•   Auswahl der Auslandspraktikant(inn)en nach festgelegten Kriterien

•   Umgehen mit dem Erleben des Fremdseins in einem anderen Land (interkulturelle

•   Sensibilisierung)

•   sprachliche Vorbereitung in der Schule und außerhalb

•   Absprachen zwischen Schule und Partnereinrichtungen

•   ehemalige Auslandspraktikant(inn)en informieren zukünftige

•   Länderkunde/interkulturelle Vorbereitung

 

Praktikumsbetreuung

•   deutsche Betreuungslehrer(inn)en, die die Praktikant(inn)en im Praktikum fachlich begleiten,

•   z. B. per Email, Telefon, Besuche und Lehrproben vor Ort

•   Reflexion der eigenen Arbeit/der eigenen Entwicklung mit der Praxisanleitung

•   Tutor/Praxisanleitung vor Ort

•   Ausbilderaustausch

 

Praktikumsinhalte

•   mit Kindern/Jugendlichen pädagogisch arbeiten

•   Praktikumsaufgaben für die Nutznießer

•   Bildungssystemvergleich

•   job-shadowing

•   Bewertung und Prüfungsordnung des jeweiligen Bundeslandes beachten (z.B. Benotung/keine •   Benotung des Praktikums, Fehltage...)

•   Kennen lernen anderer Konzepte

 

Evaluation des Praktikums

•   Auswertung der Erfahrungen mit den Schüler(inn)en

•   Interne Evaluation auf Lehrerkonferenzen

•   Evaluationsgespräche mit den Partnereinrichtungen

 

Verbreitung/Dissemination

•   Präsentation der Auslandserfahrungen durch die Praktikant(inn)en für zukünftige

•   Schüler(inn)en

•   Präsentation der Auslandserfahrungen durch Schüler vor Fachpublikum

•   Schulentwicklung

•   Profilbildung

•   Bewusstseinsveränderungen

•   Entwicklung neuer Konzepte der Praktikantenbetreuung

•   Entwicklung neuer Unterrichtsmodule

•   Öffnung der Lerninhalte im Hinblick auf europäische Dimensionen

 

Zertifizierung

•   Zertifizierung der Sprachkenntnisse

•   Europass

•   Zertifikat über Teilnahme an der AG „Interkulturelles Lernen/Sprache“

•   Note für die erworbenen Sprachkenntnisse (Zeugnis)

•   Zertifikat über die Besonderheiten in der Europa-Klasse

•   Ausweisen des Europa-Schwerpunktes auf dem Zeugnis

 

Vorbereitung und Durchführung des Praktikums

Die Vorbereitung erfolgt in Form einer Europa-AG außerhalb des Unterrichts. Die Schülerinnen und Schüler unterschiedlicher Bildungsgänge sind zur Teilnahme an der AG verpflichtet. Die 10 Sitzungen, in denen europarelevante Themen (z.B. Bildungs- und Ausbildungssystem der einzelnen Länder, Interkulturelle Erziehung) und organisatorische Fragen bearbeitet werden, beginnen im Januar und erstrecken sich bis zum Praktikumsantritt im Herbst.


Das Praktikum umfasst einen Zeitraum von 3-4 Wochen, in denen abgestimmte Praktikums-aufgaben zu bearbeiten sind. Die Praktikumsbetreuung erfolgt durch die Tutoren vor Ort. Das Absolvieren des Auslandspraktikums wird in einem Europass dokumentiert.

 

Ziele

•   Auseinandersetzung mit verschiedenen Bildungs- und Ausbildungssystemen und

•   pädagogischen Konzepten in Europa

 

•   Einblick in die Lebenswelt von Kindern in unterschiedlichen Ländern und Kulturen

 

•   Erfahrung und Förderung von interkultureller Handlungskompetenz als selbstverständlicher

•   Teil des Berufslebens

 

•   Erwerb zusätzlicher Fremdsprachenkenntnisse

 

Partnerländer und Praxisstellen

Die bisher abgeleisteten Praktika fanden in Einrichtungen wie Schule, Vorschule, Kindergarten, Kinderkrippe und Kinderheim der folgenden Städte und Länder statt:

 

Brüssel
Belgien
Burgos
Spanien
Wien
Österreich
London
England
Leicester
England
Malta
Breslau
Polen
Luxemburg
St. Brieuc
Frankreich
Montpellier
Frankreich
Paris
Frankreich

 

 

Auswertung/Evaluation

Die Praktikantinnen und Praktikanten erstellen einen Praktikumsbericht, der von den Fachlehrern und Tutoren vor abgestimmt ist und nach dem Praktikum ausgewertet wird.


Zu Beginn des neuen Schuljahres findet zur Information für potentielle neue Europa-praktikantinnen und -praktikanten eine Präsentation in der Schule statt.






 

Erfahrungsberichte

Europa wächst zusammen? wachsen wir mit

Für mich ist und bleibt es immer wieder ein Wunder, reisen zu können, andere Kulturen kennenzulernen. Vor fünfzehn Jahren noch unvorstellbar, da ich in der ehemaligen DDR aufgewachsen bin.


Europa wächst zusammen, wachsen wir mit, vor allem, wachsen wir über uns hinaus, überwinden wir mit den Grenzen auch die Vorurteile.

Bereits zum dritten Mal war es Schülerinnen des Erzbischöflichen Berufskollegs Köln möglich, mit Hilfe des Leonardoprojektes ein dreiwöchiges Praktikum (vom 4. bis 22.11.2002) in Tageseinrichtungen für Kinder im europäischen Ausland zu absolvieren.

Ein halbes Jahr Vorbereitungszeit ging dem voraus. Ausserhalb des obligatorischen Unterrichts trafen wir uns zu Gesprächen und Vorträgen, um fit zu werden.

Das Länderspektrum enthielt Malta, Italien, Frankreich, Großbritannien und Belgien. Die Einrichtungskonzepte reichten von einem zentralisierten und klar strukturierten Vorschulsystem, wie es in Malta, Frankreich und Großbritannien praktiziert wird, bis zur situationsorientierten Arbeit in Italien.


Die Art der Unterbringung war ebenfalls so verschieden wie die Kulturen, in die wir gekommen sind. Angefangen vom Vier-Sterne-Hotel, über Ferienwohnungen bis zur Gastfamilie fühlten wir uns alle gut aufgehoben und versorgt.

Trotz mancher Schwierigkeiten, die es entweder ? wie in Malta ? mit der Sprache oder ? in Italien ? mit dem Hin- und Rückweg gab, war es für uns eine Erfahrung, die keine missen möchte.


Es ist eben immer wieder wundervoll, Menschen zu treffen, die sich auf das Abenteuer ?Europa? einlassen, die sich auch kritisch damit auseinandersetzen, auf der Basis gegenseitiger Akzeptanz.


Ich habe auch persönliche Kontakte geknüpft, die sich über das Praktikum hinaus fortsetzen. Wir sind die erste Generation, der es gelingen kann, die Idee von einem gemeinsamen Weg in Europa lebendig werden zu lassen, allerdings unter der Voraussetzung, die kulturellen Unterschiede als Vorteil zu sehen und zu wissen, dass wir historische Gemeinsamkeiten mehr als genug haben.


Dieses Wissen und unsere erworbenen Kenntnisse können wir, die wir in Europa unterwegs waren, in unsere Arbeit mit Kindern aus Europa einfließen lassen.

An dieser Stelle auch noch einmal herzlichen Dank an Frau Kaschefi-Haude, Frau Hoof vom ?Krieler Dom? und Frau Grebner vom ?Sachsenring?, sowie allen Fachlehrern, die uns ihr Wissen über Europa kreativ, amüsant und engagiert vermittelt haben, die neben ihrer eigentlichen Arbeitszeit für uns und alle nachfolgenden Schülerinnen das ?Europaprojekt? ermöglichen.

Angemerkt sei noch, dass in diesem Jahr erstmalig Schülerinnen einer Erzieherklasse aus Leicester(England) zu uns nach Köln kommen werden.


Constance Neutert, Klasse OA, Fachschule für Sozialpädagogik, "Am Krieler Dom"


Kinderschule statt Kindergarten

Erfahrungsbericht eines dreiwöchigen Praktikums in England

Nach Beantragung von Fördermitteln aus dem EU-Programm LEONARDO-DA-VINCI-Mobilität und der Teilnahme an einer Europa Arbeitsgemeinschaft machten wir, fünf Unterstufenschülerinnen in der Ausbildung zur Erzieherin am Berufskolleg des Erzbistums Köln Am Sachsenring, Klosterstraße und Am Krieler Dom, uns auf den Weg nach England.


Unsere engagierten Lehrerinnen Irene Kaschefi-Haude und Gisela Grebner hatten im Vorfeld mit dem Wigston College Leicester sichergestellt, dass geeignete Praktikumsplätze und eine qualifizierte Begleitung gewährleistet waren.

Rahmenbedingungen
Nach einer langen Anreise wurden wir von unseren fünf Gastfamilien herzlich aufgenommen. Den ersten Tag, den wir in den Familien verbrachten, nutzten wir als Eingewöhnungszeit, bevor unser Arbeitsalltag begann. Wir waren auf drei private Kindertagesstätten verteilt, die alle in einem Einzugsgebiet der gehobenen Mittelschicht liegen und sich durch monatliche Zahlungen der Eltern finanzieren. Staatliche Zuschüsse gibt es erst ab dem dritten Geburtstag der Kinder, vorher muss der gesamte Beitrag von den Eltern gezahlt werden. Alle privaten Einrichtungen werden in regelmäßigen Abständen Kontrollbesuchen von Gesundheits- und Jugendbehörde unterzogen, um sicherzustellen, dass alle Richtlinien des Staates befolgt werden.


Es gab eine Baby-Gruppe (0-18 Monate), eine Kleinkind-Gruppe (18 Monate - 3 Jahre) und eine Vorschul ? Gruppe (3-5 Jahre), in denen wir unterschiedliche Aufgaben übernehmen konnten. Somit unterstützten wir das Personal und bauten Kontakt zu den Angestellten und Kindern auf, lernten den pädagogischen Alltag kennen und brachten uns bestmöglich ein. Im Vergleich zu der Baby-Gruppe, in der überwiegend pflegerische Tätigkeiten ausgeführt wurden, wurde in der Vor-schul-Gruppe verstärkt auf die kognitive Förderung Wert gelegt. Die Kleinkind-Gruppe stellte eine Vorbereitungsphase zu einem strukturierteren Tagesablauf dar.

Der englische Bildungsauftrag
Das Elementarsystem in England unterlag der Schulbehörde und richtete sich nach einem Curriculum, welches die Lernanliegen durch die ?Early Learning Goals" (ELGs) ausdrückte. Diese beinhalteten sechs Hauptbereiche der kindlichen Entwicklung: persönliche, emotionale, soziale Entwicklung; Sprach-, Lese-, Schreibfähigkeiten; mathematische Förderung; Weltverständnis des Kindes; physische und kreative Entwicklung. Es wurden Wochenpläne erstellt, welche geplante Aktivitäten und entsprechende Spielmaterialien beinhalteten. Der Tagesablauf war strukturiert, sodass die Förderung in den oben genannten Entwicklungsbereichen sichergestellt wurde, Wobei in der Baby-Gruppe aufgrund des Alters der Kinder nicht immer die strikte Einhaltung des Tagesplanes angestrebt wurde. Der an der Gruppentür ausgehängte Wochenplan diente den Eltern als Informationsquelle und dem Personal als organisatorischer Leitfaden.

Unterschiede zum deutschen System
Wir konnten uns ein Bild davon machen, dass die unterschiedlichen Einrichtungen nach dem gleichen Prinzip arbeiteten, jedoch im Vergleich zum deutschen System große Unterschiede aufwiesen.


Es bestand keine freie Spielzeit, wie wir sie in Deutschland kennen, sondern den Kindern wurden eine bestimmte Anzahl von Spielmaterialien zur Verfügung gestellt, welche im Vorfeld im Wochenplan festgelegt wurden, während alle anderen für die Kinder unerreichbar blieben. Um den festgelegten Tagesablauf aufrechtzuerhalten, wurden die Kinder des öfteren aus intensiven Spielphasen herausgerissen, was wir als störend und nicht kindgerecht empfanden.


Die Raumaufteilung der Einrichtungen war vergleichbar mit der deutscher Einrichtungen, jedoch fiel auf, dass keine festgelegten Spielbereiche wie ?Bau-Ecke", ?Mal-Ecke", ?Puppen-Ecke" etc. vorhanden waren. Stattdessen gab es nur einen großen Gruppenraum, der je nach Aktivität vorbereitet und genutzt wurde. Weiterhin könnte die Raumgestaltung und -dekoration für die Kinder eine Reizüberflutung darstellen, da die Wände mit Lernmaterialien in Form von Postern (z.B. Zahlenreihen, Alphabet, Formen, Farben etc.) und Bastelergebnissen der Kinder überfüllt waren.


Jede Einrichtung verfügte über einen Außenbereich, der von den Gruppen täglich je nach Wetterlage genutzt wurde. Hier bestand die Möglichkeit, Klettergerüste, Rutschen und verschiedene Fahrzeuge zu benutzen. Auch hier wurden die Spielmöglichkeiten von den Erzieherinnen bestimmt und eingeschränkt.
Unabhängig von Bewegungsspielen in der Gruppe, war das Außengelände die einzige Möglichkeit für die Kinder, ihrem Bewegungsdrang nachzugehen, da keine Tumräume vorhanden waren.


Was für uns neu und ungewohnt erschien, war für alle Beteiligten dort selbstverständlich. Sowohl Kinder als auch Erzieher machten einen zufriedenen und glücklichen Eindruck. Uns gegenüber waren alle sehr aufgeschlossen und freundlich, zeigten großes Interesse am deutschen System und standen uns mit Rat und Tat zur Seite.

Land und Leute
Cyndy Hawkins, Lehrerin am Wigston College, stand uns bei Problemen und Rückfragen jederzeit zur Verfügung und unterstützte uns während unseres Aufenthalts durch ihr großes Engagement. Sie ermöglichte uns durch Hospitationen in einer Playgroup und einer Grundschulklasse Einblicke in andere pädagogische Arbeitsfelder.


An den Wochenenden versuchten wir, durch Ausflüge (London, Nottingham, York) Land und Leuten näher zu kommen.


Leicester zu erschließen fiel uns nicht schwer, da wir durch unsere Gastfamilien viel über die Stadt und deren Bewohner erfuhren. Durch die Gastfreundschaft und das offene Entgegenkommen unserer neuen Familien konnten wir uns schnell in der neuen Umgebung einleben und wohl fühlen -selbst das altbekannte Vorurteil über die englische Küche bewahrheitete sich nicht.

Abschließende Gedanken
Dieser Auslandsaufenthalt stellte für uns alle eine große Bereicherung dar. Wir konnten eine Reihe neuer und wertvoller Erfahrungen sammeln, die sich nicht nur auf unsere berufliche, sondern auch auf unsere persönliche Entwicklung auswirkten. Die Auseinandersetzung mit einem vergleichbaren ausländischen Berufsfeld machte uns auf die Bedingungen des deutschen Systems aufmerksam.


Wir konnten unsere Sprachkenntnisse und unser Weltbild erweitem und sind dankbar für die Chance, die uns geboten wurde und können jedem nur empfehlen, diese Gelegenheit wahrzunehmen.

Lena Becker, Dunja Covic, Maren Dahlhoff, Sabine Meurer, Mareike Müller, alle: Schülerinnen des Berufskollegs des Erzbistums Köln Am Sachsenring, Klosterstraße und Am Krieler Dom

 

Presse

Europa wächst zusammen
Magisterio europeo (spanisch)
COALA – Ein europäisches Projekt zur Sprachförderung

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